Zürich, 13. Februar: Können neue Spielregeln die Gleichberechtigung revolutionieren?

Wie können wir die Erkenntnisse aus der verhaltensökonomischen Forschung nutzen, um Chancengleichheit herzustellen? Eigentlich sollten ja Talent und Leistungsbereitschaft über den persönlichen Erfolg entscheiden. Das Bostoner Symphonieorchester startete dazu ein spannendes Experiment: Wie bei vielen anderen Orchestern war ihr Frauenanteil gering. Ihre Vermutung: der Rekrutierungsprozess trägt dazu bei, dass Männer überdurchschnittlich häufig aufgenommen werden. Die Antwort darauf simpel: ein Vorhang zwischen Jury und den Vorspielenden. Diese einfache Massnahme führte dazu, dass der Frauenanteil erheblich anstieg.

Wir wollen im glp Lab neue Ansätze entwickeln, wie stereotypisches Verhalten aufgebrochen werden kann. Fragen, die uns u.a. leiten werden: Wo und bei wem treten Verzerrungen auf und wie können wir diese adressieren? Wie müssen Studiengänge ausgeschrieben werden, damit das eine Geschlecht nicht unterrepräsentiert ist? Wie können Bewerbungsprozesse geschlechtsneutral ausgestaltet werden? Der Verhaltensökonom Gerhard Fehr wird uns durch den Workshop führen. Die Platzzahl ist beschränkt, darum gleich anmelden: First come, first serve

Datum: 13. Februar, 11.30-13.30
Ort: Garage, Impacthub Zürich, Geroldstrasse 33